7 Sachen für ein schönes Wochenbett

7 Sachen die ich jeder Mutter für ihr Wochenbett wünsche

Ich wollte einen Artikel zu schreiben über die Produkte, die ich im Wochenbett gebraucht habe und wirklich gut fand.**

Aber als ich so beim Schreiben über den Titel des Artikels nachdachte fiel mir auf, dass ich eigentlich auch gerne etwas darüber schreiben möchte was oder besser wer alles dazu beigetragen hat, dass mein Wochenbett so angenehm und schön geworden ist. Und das war weit mehr als nur gute Produkte, wie die richtigen Binden, Salben oder Stilleinlagen…

Ich möchte eigentlich gerne „Dankeschön!“ sagen.

Wem? Lest selbst 😉

**Den Artikel gibt es natürlich auch – hierDenn ich hab mal wieder viel ausprobiert und am Ende festgestellt, dass die Hälfte der Produkte Mist war, und ich möchte nicht vergessen, was denn wirklich sinnvoll und gut (für mich) war und damit vielleicht der ein oder anderen Neumama das Ausprobieren ersparen…

 

Wochenbett – Absoluter Ausnahmezustand

Das Wochenbett ist wirklich nicht zu unterschätzen. Es ist eine wunderbare Zeit, die unglaublich turbulent, neu und chaotisch ist, aber auch genauso gut die Welt einfach anhält und einem dem Atem nimmt ob des kleinen Wunders, das man da im Arm hält.

So viele starke, überwältigende Emotionen – und dann noch die ganzen Hormone… Okay – eine Produktempfehlung doch noch an dieser Stelle: ihr solltet einen nicht zu kleinen Vorrat an Tempos zuhause haben! 😉

Und jetzt zu allem anderen, was ich nicht hätte missen wollen:

 

7 Sachen, die mir im Wochenbett geholfen haben

#1 Mein Mann

Logisch, oder? Ich brauchte jemanden, der genauso mithimmelte wie ich selbst, die Begeisterung, Freude und den Überschwang genauso mit mir teilte wie die dunkeln Augenringe. Jemanden der nachts um drei genauso begeistert und plötzlich hellwach war, weil das Baby das erste mal ganz neugierig mit großen Augen in die Welt schaute…

Ich brauchte jemanden, der mir die hormongeschwängerten Tränen trocknete, mich in den Arm nahm und mir die Wasserflasche und das Essen ans Bett brachte und noch so vieles mehr…

Danke!!!

 

#2 Unsere Hebamme

Wir hatten eine wirklich tolle Nachsorgehebamme, die für uns so viele Dinge gleichzeitig verkörperte – Sie war ein wandelndes Lexikon für Säuglingspflege, gefühlt mindestens eine halbe Ärztin, war Ratgeberin, Zuhörerin, Trösterin und Psychologin die gekonnt mit meinem Hormonchaos umzugehen wusste.

Es wäre sicher auch irgendwie ohne gegangen – aber lange nicht so gut und so entspannt!

Danke!

 

#3 Ruhe

Wir haben tolle Freunde und Familie, die verstanden haben, dass wir Ruhe brauchten nach dem großen Besichtigungsmarathon, den wir vielleicht sogar zu früh gestartet hatten. Jetzt wissen wir:

Es braucht Ruhe um anzukommen in dieser großen Welt und es braucht Ruhe um anzukommen in der neuen Rolle als Eltern.

Danke!

Nehmt euch diese Ruhe! Sagt es allen Freunden und Bekannten – bei uns hat es jeder verstanden und akzeptiert.

 

#4 Essen

Ganz im Ernst – das ist wichtig, gerade wenn ihr stillen möchtet. Ihr wisst das auch und ihr werdet es trotzdem vergessen. Eines der besten Geschenke hat uns eine gute Freundin gemacht: Sie brachte uns Essen für eine ganze Woche vorbei. Fertig verpackt in Tupperdosen und wir brauchten maximal ein paar Nudeln zu kochen!

Und um deutlich zu machen, wie verpeilt man im Wochenbett so ist: selbst die Nudeln hab ich anbrennen lassen. Macht das mal nach! Wir waren jeden Tag dankbar für diese leckere warme Mahlzeit.

Auch toll für diese Zeit: Meine Kollegen haben uns einen Gutschein für einen Pizzalieferservice geschenkt und jeder der vorbei kam zum gucken wurde in den ersten Wochen angewiesen statt Geschenken bitte etwas zum Essen mitzubringen (Kuchen, Eintopf etc.). Perfekt!

Danke!

 

#5 „Du machst das super!“

Das ist ein Satz den braucht man als junge Mutter und als junger Vater einfach. „Du machst das super!“ oder auch „Mach dir keinen Kopf – ihr macht das schon!“.

Kein „Mach mal das…!“, oder „Das geht so und so…!“ oder „Du darfst nicht…“ oder „Du musst aber mal…!“ – Nein. Einfach nur ein „Du machst das schon richtig so!“.

Egal, wer ihn sagt: Das tut gut. Von der besten Freundin aber wirkt er noch besser 😉

Danke!

 

#6 Austausch mit anderen Neueltern

Es ist ja nicht so, als hätte es nicht auch ausreichend viele Dinge gegeben, die mich und uns total verunsichert haben. Momente in denen wir uns übernommen haben oder in denen es einfach nicht so richtig gelaufen ist, weil wir es noch nicht besser wussten – das ist normal!

Austausch mit anderen Neueltern hat ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen das zu erkennen.

Auf Twitter habe ich zum Beispiel viele unglaublich hilfreiche, liebe Menschen kennengelernt, die mir tolle Tipps und Antworten auf meine manchmal verzweifelten Fragen gegeben haben… Denkt man vielleicht so erstmal gar nicht, oder? 😉 Ein paar der besten Tipps habe ich hier für euch zusammengefasst.

Hier zuhause haben wir eine tolle Gruppe, die aus unserem Geburtsvorbereitungskurs entstanden ist. Hier gab und gibt es keinen Wettbewerb um die kürzesten Nächte oder vollsten Windeln, sondern einfach nur Verständnis und liebe Leidens- und Freudensgenossen.

Danke!

 

#7 Ein ganz besonderer Rat für mehr Gelassenheit

Vielleicht der beste Rat überhaupt: „Jeder hat seine eigene Meinung und seine eigenen Erfahrungen gemacht und sicher tausend Ideen, wie man das mit dem Elternsein am besten macht. Und es gibt unzählige Ratgeber, Richtlinien und Empfehlungen. Aber: Das hier ist dein Kind! Und du entscheidest wie du das machst. Hör nicht auf andere! Hör nur auf deinen Bauch und dein Kind – mehr brauchst du nicht zu wissen!“.

Und das ist so so wichtig!

Ihr werdet als junge Neueltern vermutlich genau wie wir meist ungefragt bombardiert von Ärzten, Großeltern, Freunden, Bekannten, Ratgebern, dem Internet usw. mit Dingen, die ihr unbedingt tun MÜSST, damit es eurem Baby gut geht – das fand ich teilweise so furchtbar!

Denn wer will nicht, dass es seinem Baby gut geht? Am schlimmsten sind Ratschläge, die sich dann auch noch widersprechen…

Klar, das ist alles gut gemeint, aber wir wussten am Ende nicht mehr, wo uns der Kopf stand und haben eine ganze Weile gebraucht, wieder klar zu sehen und uns zu trauen UNSER DING zu machen.

Wir haben es dann irgendwann geschafft, uns selbstbewusst gegen die „Ihr müsst“-Empfehlungen zu stellen, die uns ein schlechtes Gefühl bereiteten und sie einfach zu ignorieren. Wir haben letztlich alle noch so gut gemeinten Ratschläge ausgeblendet und stumm geschaltet um wieder unser Bauchgefühl hören zu können. Und nichts ist wichtiger, als das!

Danke!

Children are designed to survive young parents! – so sieht’s nämlich aus!

 

 

Danke euch allen, ihr wisst schon, dass ihr gemeint seid!

 

Und euch, meinen lieben Leserinnen, euch wünsche ich all diese Dinge und was auch immer ihr noch braucht für ein tolles, entspanntes Wochenbett!

 

P.s.: Ich habe so langsam den Verdacht, dass gerade die Punkte #5, #6 und #7 vermutlich so lange gelten bis die Kinder erwachsen und ausgezogen sind…

 

2 comments

  1. Tilly

    Danke liebe Suse für diese Tipps, auch ich fand die genannten Sachen unheimlich wichtig. Mein Wochenbett war leider nicht ganz so schön. Deshalb kann ich ergänzend nur ein Hilfsnetzwerk empfehlen, wenn es brenzlig wird. Die Mama, die beste Freundin usw. Mir hat Profamilia sehr geholfen.

    Antworten

    1. Suse

      Liebe Tilly,

      da hast du vollkommen Recht! Ein gutes Netzwerk ist essentiell – alleine wird es im Wochenbett richtig anstrengend. Und deinen Hinweis finde ich total wichtig: Wenn die Familie dich nicht begleiten kann oder nur begrenzt, dann gibt es viele professionelle Unterstützung, die man sich nicht nur holen kann, sondern auch sollte!

      Danke!
      Liebe Grüße!
      Suse

      Antworten

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